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Patron der Bruderschaft

Antonius von Padua, heiliger (1195-1231), Heiliger, Franziskanermönch, Volksprediger und Kirchenlehrer. Sein Namenstag ist der 13. Juni.

Francisco de Zurbarán [Public domain], via Wikimedia Commons Antonius von Padua, Francisco de Zurbarán [Public domain], via Wikimedia Commons

Antonius stammte aus portugiesischem Adel und wurde vermutlich am 15. August 1195 (nach anderen Quellen bereits 1188) in Lissabon geboren. Sein Taufname war Fernandez. Mit 15 Jahren schloss sich Antonius den Augustinern an, zehn Jahre später trat er in den Franziskanerorden in Coimbra ein.

1220 ging er nach Marokko, später kam er über Sizilien nach Umbrien, und ab 1221 nahm er am Ordenskapitel in Assisi teil. Unterbrochen von einem zweijährigen Aufenthalt in Südfrankreich, wo er gegen die Albigenser predigte, lebte er von nun an als Prediger in Italien. Franz von Assisi erklärte ihn zum führenden Theologen seines Ordens.

Antonius’ Redekunst war schon zu seinen Lebzeiten legendär. So wird z. B. berichtet, dass ihm zwar nicht die Einwohner von Rimini bei seiner Predigt am Meer zuhörten, dafür aber die Fische. Daraufhin sollen die Menschen der Stadt den christlichen Glauben angenom- men haben.

Antonius starb 1231 bei den Klosterfrauen von Arcella (heute Padua). Ein Jahr nach seinem Tod sprach ihn Papst Gregor IX. heilig. Im gleichen Jahr wurde mit dem Bau der Grabeskir- che Sant’ Antonio (Il Santo) begonnen.

1946 erhielt Antonius den Titel eines Kirchenlehrers. Im Volk wurde er als Wundertäter Il Santo und Helfer der verlorenen Sachen verehrt. Er ist der Schutzheilige von Padua und Portugal, gilt als der Patron der Liebenden, der Ehe, der Bergleute, der Pferde, der Bäcker und als Helfer gegen Unfruchtbarkeit.

Dargestellt wird er häufig als barfüßiger Prediger, der in seinen Händen Lilien und ein Buch oder das Jesuskind hält. Donatello stellte ab 1445 Legendenszenen am Altar der Kirche Il Santo in bewegten Reliefs dar. Das Tizian-Fresko von 1511 in der Kirche zeigt ein Wunder des heiligen Antonius.

Quelle: Bertelsmann Universal Lexikon, 1991
© St. Antonius Schützenbruderschaft Uetterath 1804 e. V.